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Aufgeregt kam jemand zu Sokrates gelaufen. "Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen, wie dein Freund ..." "Halt ein!" unterbrach ihn der Weise, " hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe geschüttet?" "Drei Siebe?" fragte der andere voll Verwunderung. "Ja, mein Freund, drei Siebe! Lass sehen, ob das was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht. Das erste Sieb ist die Wahrheit.Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist? " "Nein, ich hörte es erzählen, und ..." "So, so. Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft, es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, wenn schon nicht als wahr erwiesen, wenigstens gut?" Zögernd sagt der andere:"Nein, das nicht, im Gegenteil ..." "Dann", unterbrach ihn der Weise, "lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so erregt." "Notwendig nun gerade nicht ..." "Also", lächelte Sokrates, "wenn das, was du mir erzählen willst, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"
Der Mensch ist keine Maschine
In keinem Mechanismus geht er auf. In keiner Formel fängt man ihn ein. 1 +1 = 2. Dies mag mathematisch richtig sein, beim Menschen stimmt das nicht. Der Beste bringt es in seinem Leben höchstens auf 1,9 oder 1,8. Wenn einer weniger erreicht, darf ich mich vielleicht wundern, aber nicht anfangen ihn herunterzumachen.
Wenn einer sein Bestes getan hat, muss ich das anerkennen können, wie das Ergebnis auch sei. In dieser Zeit der elektronischen Maschinen besteht die Gefahr, dass der Mensch selber zum Roboter reduziert wird, der perfekt nach Programm abläuft.Wenn die Gesellschaft die Menschen bedroht, müssen die Menschen einander retten. Mensch sein! Überglücklich mit einem anderen Menschen, auch wenn er ein Mensch ist mit gebrochenen Flügeln.
Meine Liebe zu mir
Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weis ich: das nennt man „Vertrauen“. Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weis ich: das nennt man „Authentisch sein“. Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und ich konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Im Bauch einer schwangeren Frau waren einmal drei Embryos. Einer davon ist der kleine Gläubige, einer der kleine Zweifler und einer der kleine Skeptiker.
Der kleine Zweifler fragt: Glaubt ihr eigentlich an ein Leben nach der Geburt? Der kleine Gläubige: Ja klar, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir dann stark genug sind für das, was uns erwartet. Der kleine Skeptiker: Blödsinn, das gibt es doch nicht, wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?
Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben. Sie haben meine Phantasie beflügelt. Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten. Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt. Ich danke allen, die mich belogen haben. Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt. Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.
Ein junges, erfolgreiches Paar in der Blüte des Lebens zieht in einen aufstrebenden Stadtteil. Eines Morgens beim Frühstück schaut die junge Frau einer älteren Dame beim Aufhängen der Wäsche zu. „Die Wäsche ist nicht wirklich sauber“, meint sie zu ihrem Mann. „Sie weiß nicht einmal, wie man Wäsche wäscht. Vielleicht sollte sie etwas mehr Geld in ein anständiges Waschmittel investieren!“ Ihr Mann schaut sie an, schweigt. Derselbe Dialog spielt sich in der Folge jedes Mal ab, wenn die Nachbarin ihre Wäsche zum Trocknen aufhängt. Die junge Frau gibt jeweils einen abschätzigen Kommentar ab. Etwa einen Monat später stellt die Frau überrascht fest, dass saubere Wäsche an der Leine hängt, so sagt sie zu ihrem Mann: „Schau, sie hat endlich gelernt, Wäsche zu waschen. Sie muss sich wohl ein anständiges Waschmittel beschafft haben!“ Der Ehemann bricht daraufhin sein Schweigen und sagt: „Eigentlich bin ich heute früher aufgestanden und habe unsere Fenster geputzt!“
Und so ist es im Leben. Was wir sehen, wenn wir anderen zuschauen oder zuhören, hängt von der Reinheit des Fensters ab, durch das wir schauen.