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wir sind kinder zweier welten


Einst kam ein Mondmädchen auf die Erde, um auf der Lichtung am Fluss mit den Tieren zu spielen. Ein junger Krieger sah sie und verliebte sich in sie. Auch das Mädchen fand Gefallen an dem Erdenmenschen. Es vergaß seine himmlische Heimat und willigte ein, seine Frau zu werden. Als ein Jahr vergangen war, hatten beide einen Sohn. Der junge Krieger freute sich, doch seine Frau wurde von Jahr zu Jahr unglücklicher. Immer wieder erzählte sie ihrem Kind von der Mondheimat.Da begann auch der Sohn, sich nach dem Mond zu sehnen. Eines Tages, als der Krieger von der Jagd nach Hause kam, war das Zelt verlassen. Seine Frau und sein Kind waren auf einem Himmelsschiff zum Mond gefahren. Wie freute man sich dort über ihre Ankunft! Unten aber, auf der Erde, weinte ein junger Mann. Der Erdensohn wuchs heran und wurde ein tapferer Krieger. Aber er war nicht glücklich. Ich möchte zurück zu meinem Vater!. flehte er die Mutter an. Und weil sie ihn liebte und seinen Kummer sah, willigte sie ein. Aber bedenke., sagte sie zum Abschied, du bist das Kind zweier Welten. Lebst du in der einen, wirst du dich nach der anderen sehnen.Ihr Sohn kehrte auf die Erde zurück. Und es geschah, wie seine Mutter gesagt hatte.

 

 

Einst kam ein Mondmädchen auf die Erde, um auf der Lichtung am Fluss mit den Tieren zu spielen. Ein junger Krieger sah sie und verliebte sich in sie. Auch das Mädchen fand Gefallen an dem Erdenmenschen. Es vergaß seine himmlische Heimat und willigte ein, seine Frau zu werden. Als ein Jahr vergangen war, hatten beide einen Sohn. Der junge Krieger freute sich, doch seine Frau wurde von Jahr zu Jahr unglücklicher. Immer wieder erzählte sie ihrem Kind von der Mondheimat.Da begann auch der Sohn, sich nach dem Mond zu sehnen. Eines Tages, als der Krieger von der Jagd nach Hause kam, war das Zelt verlassen. Seine Frau und sein Kind waren auf einem Himmelsschiff zum Mond gefahren. Wie freute man sich dort über ihre Ankunft! Unten aber, auf der Erde, weinte ein junger Mann. Der Erdensohn wuchs heran und wurde ein tapferer Krieger. Aber er war nicht glücklich. Ich möchte zurück zu meinem Vater!. flehte er die Mutter an. Und weil sie ihn liebte und seinen Kummer sah, willigte sie ein. Aber bedenke., sagte sie zum Abschied, du bist das Kind zweier Welten. Lebst du in der einen, wirst du dich nach der anderen sehnen.Ihr Sohn kehrte auf die Erde zurück. Und es geschah, wie seine Mutter gesagt hatte.

Indianische Geschichte von Wolfgang Poeplau


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